02.07.2011: Sella Ronda Hero, Selva, Val Gardena

Die 2. Auflage der Sella Ronda Hero fand in Wolkenstein/Selva über 82 km statt. Wolkenstein
liegt in Südtirol in den Dolomiten (UNESCO Weltnaturerbe). Bei bestem Wetter trotz Platten
erreichte ich nach 6 Std 27 min das Ziel. Vor dem Rennen hatte ich mit einer Zeit um die
7 Std. gerechnet. Ohne Platten wären es wohl 6 Std. 15 min. geworden. So belegte ich von
allen Lizenzfahrern (600 Fahrer) Rang 125 und wurde in der Master 4 Kategorie 11.

Am Vortag lernten wir Leonardo Ambrosi aus Ancona (Mittelitalien) mit seiner Freundin
beim Training am Dantercepies (1. Anstieg) kennen. Nach einer interessanten Unterhaltung
auf Englisch sprachen wir davon im Rennen vielleicht eine Zeit gemeinsam zu fahren.


Zeitnahme Dantercepies, erster von 4 Anstiegen

Nach dem Start, der sehr gut verlief, konnte ich auch an Leonardo dran bleiben.
Am Dantercepies hatte ich dann nach 44 min Renndauer ca. 1 bis 2 Minuten Rückstand
und konnte Leonardo auch nicht mehr einholen. Später suchten wir Leonardo im Ziel und
erfuhren später, dass er einen Schaltungsdefekt in der Mitte des Rennens hatte und
nicht zuende fahren konnte. Schade, Leonardo hätte sicherlich seine anvisierte Zeit
von unter 6 Std. erreicht.


Singletrail vor Bergkette

Nach dem Dantercepies ging es vom Grödner Joch runter nach Covara. Die Abfahrt hatte
tolle Singletrails und technisch anspruchsvolle Passagen. Der zweite Anstieg, parallel
zum Campolongo Pass auf der Strasse, war dann ähnlich steil wie der erste und es war
hin und wieder schieben angesagt. Trotzdem kam ich zügig voran und konnte immer wieder
in kleinen Gruppen mitfahren.


Pordoi Pass vor Canazei

Am Tag vor dem Rennen hatten Lisa, Lasse und ich Katrin Schwing schon getroffen.
Nach dem Rennen im Ziel gab es dann noch ein Foto mit der Siegerin der Damenwertung.


Mit Damensiegerin 82 km Katrin Schwing im Ziel

Auch im Rennen traff ich Katrin am dritten Anstieg zum Pordoi, konnte ihr eine Zeit
folgen, musste Katrin dann aber wieder ziehen lassen. Kurz darauf hatte ich auf
der Abfahrt vom Pordoi nach Canazei einen Platten, der mich zum Glück nur 10 Minuten
gekostet hat. Mit dem neuen Schlauch schon im Rad lief ich ca. 1 km den Abhang nach
Canazei runter und traff im Ort einen Strassenfahrer, der eine Pumpe in der Hand
hielt. So durfte ich die restlichen 35 km doch noch fahren und musste nicht schieben
oder auf den Besenwagen warten. Meine Pumpe am Rad war übrigens bei der Fahrt
kaputt gegangen.

Von Canazei ging es in den 4. und letzten Anstieg in das Durontal um den Langkoffel
herum. Da ich nach dem Schreck mit dem Platten etwas das Tempo raus nahm, hatte ich
sogar etwas Zeit die rauhe und einsame Schönheit des Tals zu geniessen. Auch auf den
folgenden Abfahrten fuhr ich deutlich langsamer um nicht noch einen Plattten zu
riskieren. Ich erreichte das Ziel dann aber ohne weitere Probleme.


Das Ziel am Nives Platz in Wolkenstein

Am Tag nach der Sella Ronda Hero fand auch gleich das nächste Rad-Event um die Sella-
Gruppe statt. Der Sella Ronda Bike Day. Von 8.30 bis 15.30 waren alle 4 Pässe: Sella,
Pordoi, Campolongo und Grödner für den KFZ-Verkehr gesperrt. Jede Art von Fahrrädern
waren erlaubt. Jeder durfte fahren. Es war ein geniales Erlebnis rund um das Sella-Massiv.


Ein Tag später die Sella Ronda auf der Strasse. Gardena war der letzte Pass.

Am liebsten wäre ich Samstag den Dolomiti Superbike Marathon gefahren, der auch ganz
in der Nähe gestartet wird, aber der 3. Lauf des Rheinland-MTB-Cups mit dem 4. Lauf
der Nachwuchssichtung findet ebenfalls am Samstag und Sonntag in Pracht im Westerwald
statt. Auch davon werden wir wieder berichten.

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